Für das Engagement von Christen in der Politik

Christustag2015-LukasLeonte

Kann man als Christ in der Politik überhaupt etwas bewirken? Ja! Politiker sind auch nur Menschen. Man kann mit ihnen reden, sie auf Ideen bringen, sie überzeugen! Ich selbst habe es unzählige Male erlebt. Wir brauchen viele Christen, die mitreden.

Gibt es überhaupt noch Christen in der Politik? Ja – und wir müssen sie stärken und noch viele weitere motivieren, die Gesellschaft mitzugestalten!

Ist Politik unmoralisch oder korrupt? Sie muss es nicht sein! …. und ein Christ ist nicht nur Christ in seiner inhaltlichen Arbeit, sondern auch darin, wie er die Dinge angeht.

Warum ist die ÖVP nicht „christlicher“? Weil die Bevölkerung nicht christlicher ist. Und weil viele Christen sich viele Jahre lang herausgehalten haben. Darum müssen wir uns jetzt auch endlich mehr engagieren!

Ist die ÖVP nicht so unchristlich, dass man sie gar nicht wählen kann? Nein! Welche Partei gestärkt wird, macht für Christen einen ganz großen Unterschied. Eine Partei ist keine Religion. Man wählt nicht das ewige Heil – sondern strategisch! Offenheit gegenüber christlichen Werten ist besser als eine feindselige Haltung. Und ein paar umgesetzte christliche Forderungen sind mehr wert als hundert versprochene, die nicht umgesetzt werden können, weil man nicht mitzugestalten kann.

Hat die ÖVP in den letzten Jahren in dieser Hinsicht irgendetwas Gutes geleistet? Ja! Das Kinderbetreuungsgeld geht auch an Tagesmütter, nicht nur an Kinderkrippen (das macht einen großen Unterschied für die einzelnen Betroffenen!); die ÖVP hat die Gleichbehandlungsnovelle 2012 und 2015 verhindert, die Christen schwer getroffen hätte; die ÖVP hat sich gegen die haarsträubende Aufklärungsbroschüre „Ganz schön intim“ und für eine Verbesserung des Grundsatzerlasses zur Sexualerziehung engagiert. Das neue ÖVP Parteiprogramm enthält aussagekräftige Stellen.

Wie kann man sich als Christ in der Politik engagieren? Briefe an Politiker und Leserbriefe an Zeitungen darf man in ihrer Wirkung nicht unterschätzen! Und ein Schritt weiter wäre: Hineingehen in die Partei, Mitglied werden da oder dort, um mitgestalten zu können. Das ist ein Dienst an den Menschen und der ganzen Gesellschaft. Wenn Sie in diesem Anliegen informiert werden wollen, schreiben Sie bitte kurz an info@gudrunkugler.at.

Warum sich als Christ in der Politik engagieren? Im Eheversprechen wird für Bereitschaft zur Ehe die Reife als Christ erfragt. Dort geht es nicht nur um Liebe, Treue und Kinder, sondern auch gemeinsam darum bereit zu sind, „als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen.“ Papst Franziskus meinte kürzlich: „Sich in die Politik einzubringen ist für einen Christen ein Muss. Wir Christen können nicht den Pilatus spielen und uns die Hände waschen, das können wir nicht. Wir müssen uns in die Politik einmischen, denn die Politik ist eine der höchsten Formen der Nächstenliebe, denn sie sucht das Gemeinwohl. … Politik ist ein dreckiges Geschäft aber ich frage mich, warum das so ist. Weil sich die Christen nicht im Geist des Evangeliums einbringen? Es ist einfach zu sagen „die Schuld liegt bei dem und dem“, aber ich, was mache ich? Es ist ein Muss, der Einsatz für das Gemeinwohl ist ein Muss für einen Christen. Und häufig ist der Weg dazu eben die Politik. Es gibt andere Wege, den des Lehrers zum Beispiel. Aber das politische Tun für das Gemeinwohl ist ein wichtiger Weg. Das ist klar, oder?“ (Quelle: http://blog.radiovatikan.de/warum-wolltest-du-jesuit-werden-franziskus-beantwortet-schuelerfragen/)

Was hat ein Christ von einer Vorzugsstimme für Gudrun Kugler in der Nationalratswahl 2013, da sie dafür kein Mandat bekam? Die ÖVP sieht Vorzugsstimmen für Gudrun Kugler als Stimmen für eine „christlichere“ ÖVP. Eine Vorzugsstimme für Gudrun Kugler stärkt ihre Position in der Partei und erhöht ihre Chancen bei späteren Wahlen und für die Betrauung mit wichtigen Aufgaben.

Was hatte ein Christ von einer Vorzugsstimme für Gudrun Kugler in der Wienwahl 2015? Wird sie nur als Feigenblatt eingesetzt? Erstmals entschied sich die ÖVP Wien dazu, bei der Landtagswahl am 11. Oktober 2015 nach Vorzugsstimmen umzureihen. Als Vorzugsstimmen-Zweitbeste nach Ingrid Korosec konnte Gudrun Kugler ein Landtagsmandat erringen. Nun kann Gudrun Kugler in der Stadt Wien und innerhalb der ÖVP für christliche Werte noch effizienter eintreten!