Ein chinesischer Milliardär, Xu Bo, soll über 100 Kinder über Leihmütter in den USA gezeugt haben. Von Nannys betreut, ohne ihre Eltern kennengelernt zu haben, warten sie derzeit auf die US-Staatsbürgerschaftsdokumente und die Ausreisepapiere nach China. Ziel sei offenbar, eine riesige „Dynastie“ zu schaffen, teilweise bevorzugt mit Jungen, die später sein Vermögen übernehmen sollen. Dieser extreme Fall zeigt, wie solch ethisch umstrittene reproduktive Medizin entfremdet. Ein weiterer wohlhabender chinesischer Manager, Wang Huiwu, engagierte US-Models und andere als Eizellspenderinnen, um – bisher – zehn Mädchen zu bekommen. Sein Ziel, seine Töchter eines Tages mit mächtigen Männern, mit „Weltführern“ zu verheiraten. Diese Fälle sind Teil eines wachsenden Trends: Superreiche nutzen ungezügelte Leihmutterschafts-Märkte, um Familien „auf Bestellung“ aufzubauen, oft mit klar nutzwirtschaftlichen oder dynastischen Zielen. In Österreich ist die Leihmutterschaft verboten. Österreich setzt sich für ein internationales Verbot ein. Denn:
- Frauen sind keine Brutkästen. Leihmutterschaft lebt von der Ausbeutung ärmerer Frauen. Viele werden wie Sklavinnen gehalten (siehe z.B. Kreta 2023). Mutterschaft ist Beziehung, kein Vertrag.
- Vorgeburtliche Bindung ist real: Die Trennung nach der Geburt verletzt Mutter und Kind.
- Kinder sind weder Rohstoff noch Ware. Kein Mensch darf „bestellt“ oder abgelehnt werden. So konnten z.B. Kinder in der Ukraine 2020 wegen Covid und 2022 wegen der Invasion nicht abgeholt werden und lagen zu Dutzenden in überforderten Kliniken. Siehe auch Baby Gammy, der in Thailand wegen Trisomie 21 bei der bitterarmen Leihmutter von Australiern einfach zurückgelassen wurde.
Profit hat keinen Platz im Kinderkriegen. Das Milliardengeschäft mit Schwangerschaft und Geburt ist in Wirklichkeit in Geschäft mit Herzen und Seelen. Das widerspricht der Menschenwürde. Ein Markt für Babys ist kein Fortschritt.
Link Wall Street Journal: https://www.wsj.com/us-news/chinese-billionaires-surrogacy-pregnancy-7fdfc0c3
