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108 Iraner: Unterstützung des Österreichischen Integrationsfonds
17. Dezember 2019
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Die Geschichte unserer 108 in Österreich gestrandeten Lautenberg-Iranern ist mit ihrem positiven Asylbescheid nicht zu Ende. Nun wollen wir sie bestmöglich dabei unterstützen, in Österreich Fuß zu fassen. Ich bedanke mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Österreichischen Intergrationsfonds für die diversen Unterstützungsangebote, die sie der Gruppe letzte Woche vorgestellt haben.

Da die Gruppe nun in Österreich arbeiten darf, freuen wir uns außerdem über Hinweise für Jobs!

Fotonachweis: (c) Österreichischer Integrationsfonds

Dazu die Meldung der Katholischen Presseagentur:

Wien, 11.12.2019 (KAP) Diesen Sommer haben knapp 100 Iraner, die eigentlich in die USA wollten, aber in Österreich gestrandet sind, hier Asyl erhalten. Kardinal Christoph Schönborn hat sich von Anfang an sehr um diese Menschen bemüht. Bei den Iranern handelt es sich ausschließlich um angehörige religiöser Minderheiten (im Iran), also um Christen, Mandäer und Zoroastrier. Nun wurden am Dienstag bei einer Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Wien von den ÖIF-Experten mit den persischen Familien weiterführende Maßnahmen beraten.

Der stellvertretende ÖIF-Direktor Roland Goiser hob in seinen Ausführungen hervor, dass die Iraner um bestmögliche Integration – weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus – bemüht seien. Sprach- und Wertekurse hätten sie schon freiwillig absolviert. „Integration ist immer dann erfolgreich, wenn die Menschen motiviert sind und wirklich in Österreich ankommen wollen“, sagte Goiser.

An der Begegnung im ÖIF hätte eigentlich auch Kardinal Schönborn teilnehmen wollen. Er war aufgrund seiner Erkrankung aber verhindert. Schönborn-Sekretär Hubert Weber überbrachte die Grüße des Kardinals an die Familien und erneuerte nochmals seinen Dank an die österreichischen Behörden.

Verhindert war auch die Menschenrechtssprecherin des ÖVP-Parlamentsklubs, Gudrun Kugler, die sich ebenfalls intensiv für die Gruppe eingesetzt hatte. Sie hob in einem verlesenen Grußwort positiv hervor, „was alles möglich ist, wenn man zusammenarbeitet“.

Manuel Baghdi, Flüchtlingsbeauftragter von Kardinal Schönborn, betonte am Rande der Begegnung im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Kathpress“, dass von der Behörde jeder einzelne Fall bzw. jede einzelne Person sorgfältig überprüft worden war, bevor Asyl gewährt wurde. Im Auftrag von Kardinal Schönborn und in Absprache und Zusammenarbeit mit den Behörden, vor allem auch dem ÖIF bzw. dem für Integrationsfragen zuständigen Außenministerium, habe er ein Integrationspaket für die Menschen geschnürt, so Baghdi, „denn sie sind nicht nur froh über ihren Asylstatus, sondern wollen sich so schnell wie möglich integrieren, eine Arbeit finden oder eine Ausbildung absolvieren“.

Die Iraner hatten am sogenannten „Lautenberg-Programm“ teilgenommen. Angehörige religiöser Minderheiten erhielten mit diesem Programm ein Visum in den USA, wobei für Teilnehmer aus dem Iran, das keine direkten diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten pflegt, Österreich traditionell als Transitland diente. Obwohl sie vorher schon die Zusage für das US-Visum erhalten hatten, saßen sie 2017 nach ihrer legalen Einreise nach Österreich hier aufgrund von sich plötzlich verschärfenden US-Einreiseregelungen fest. Sie durften definitiv nicht in die USA einreisen, konnten aber auch nicht zurück in den Iran, da sie dort als Teilnehmer einer von einer jüdischen Institution des „Erzfeindes“ USA durchgeführten Initiative als Verräter gesehen worden wären und Repressalien befürchten mussten.

In Österreich fanden sich die persischen Familien dann bald in einer materiell und psychisch äußerst schwierigen Situation vor. Die Erzdiözese Wien startete eine Hilfsaktion für die Betroffenen. Er wolle im Namen von Kardinal Schönborn den vielen Spendern danken, so Manuel Baghdi. Nun sei die Zeit gekommen, wo die Menschen auf eigenen Beinen stehen können und auch ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten werden.

Quelle: https://www.kathpress.at/goto/meldung/1835524/wien-lautenberg-iraner-um-bestmoegliche-integration-bemueht?fbclid=IwAR0tCLCEFMdwxLVU52Zz-PMmqHeRFV7w43xXD-cDSlJ2FrXspxs8R0-PZjw

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