24. April: Gedenktag des Genozids an den Armeniern
12. April 2018
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Am 24. April ist der Gedenktag des Genozids an den Armeniern. Hier die wichtigsten Termine der Gedenkveranstaltungen in Wien rund um diesen Tag:

  1. April 18:00 – Armenische Botschaft Hadikgasse, Kulturzentrum „Hayasdan“ 1140 Wien:
Lesung mit Musik: Texte des Autors der neuen armenischen Literatur Barouir Sevag („Die Glocken, die nicht verstummen“) mit Musik des armenischen Komponisten-Klassikers Komitas. Anmeldung unter: a.arakelyan@armembassy.at
  2. April 11:00 – ca. 12:30 Kirche St. Hripsime, Kolonitzgasse 11, 1030 Wien:
 Gottesdienst und Gedenken an die heiliggesprochenen Opfer des Völkermords
  1. April 18, 18:00 – Schillerplatz 1, 1010 Wien beim Franz Werfel Denkmal: Kranzniederlegung, Gedenkrede und Musikprogramm (Chor ANI)

Außerdem möchte ich gerne auf einen interessanten Film über Armenien hinweisen, der am 13. und am 16. April im Wiener Kino Breitenseer Lichtspiele aufgeführt wird. Mehr Infos dazu auf: http://www.letsceefilmfestival.com/film-detail2018-de/items/calendar.html

Am 12.4. vor 2 Jahren erhob Papst Franziskus zum hundertjährigen Gedenken an den armenischen Völkermord den armenischen heiligen Dichter Gregor von Narek zum ökumenischen Kirchenlehrer.

Vor einigen Tagen ließ der Papst eine Statue des heiliggesprochenen armenischen Dichters Gregor von Narek in den vatikanischen Gärten errichten, in Anwesenheit des Präsidenten Sersch Sargsjan und Katholikos Karekin II. Nersissian, dem Oberhaupt der Armenischen Apostolischen Kirche.

Ein schönes Zeichen für die Einheit der Christen und auch die Verbundenheit mit dem armenischen Volk in seiner Leidenserfahrung!

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1 comment

  1. Werner Giacomuzzi

    Grauenvoller Völkermord an den Armeniern

    Der 24. April ist ein besonders wichtiger Gedenktag dieses christlichen Volkes und es zeugen tausende Aktenvermerke im Berliner Archiv von einem Genozid, den die Türkei anno 1915 an den Armeniern begann. Der österreichische Kaiser Franz Josef II. sowie Kaiser Wilhelm in Deutschland spielten damals eine beschämende Rolle, weil sie den türkischen Bündnispartner im Ersten Weltkrieg nicht vergrämen wollten. Man ignorierte eiskalt die vielen Diplomaten-Berichte von Botschaftern verschiedener Länder. Diese Depeschen waren geheim, die Öffentlichkeit erfuhr nichts, was die türkische Soldateska mit ihren Grausamkeiten verübte. Die damals operierende 3er-Führung (Enver Pascha, Talat Pascha, Djemal Pascha) wiegelten das Volk auf, in dem die Armenier als Gefahr für das Land dargestellt wurden. Die systematische Ausrottung nahm solche unbarmherzigen Formen an, sie sind nicht in Worte zu fassen. Der sogenannte Todesmarsch in die Wüste ist nur ein Beispiel unter vielen. Man trieb die Menschen aus den Häusern wie Schafe aus den Ställen um sie anschließend töten zu können. Es war eine Deportation in den tausendfachen Tod. Es gibt altes Filmmaterial, schriftliche Berichte und dergleichen mehr. Es ist nicht hinnehmbar und unverständlich, dass diese Tatsachen und osmanischer Holocaust von offizieller türkischer Seite geleugnet werden.

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