Britisches Außenministerium – Christenverfolgung im Ausmaß eines Genozids
6. Mai 2019
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Eine umfassende Studie im Auftrag des britischen Außenministers Jeremy Hunt über die weltweite Christenverfolgung kommt zu dem Schluss, dass die Verfolgung von Christen in einigen Regionen der Welt nach UN-Definition bereits das Ausmaß eines Genozids erreicht hat und die Religionsgruppe der Christen in diesen Gebieten zu verschwinden droht. Schätzungen zufolge zielt 80% der religiösen Verfolgung weltweit auf Christen ab.
Dass darüber verhältnismäßig so wenig berichtet wird, hat laut Hunt mit einer Atmosphäre von falsch verstandenen „politischen Korrektheit“ zu tun – und mit der Angst, als „kolonialistisch“ zu gelten, wenn wir über die Situation von Christen in anderen Ländern sprechen. Ein richtig verstandener Einsatz für den umfassenden Schutz von christlichen Minderheiten in den Ländern der Verfolgung bezieht aber in Wahrheit alle religiösen Minderheiten mit ein und dient dem Schutz der Religionsfreiheit. Das ist ein grundlegendes und stark angegriffenes Menschenrecht, wie auch der UNO-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit betont, der vor der globalen Bedrohung durch die steigende religiösen Verfolgung warnt.
Deswegen ist der umfassende Schutz des Menschenrechts auf Religionsfreiheit eines meiner Schwerpunktthemen im Parlament. Letzten Herbst konnte ich dazu einen
Antrag durch den Nationalrat bringen. Außerdem beschloss die Bundesregierung vergangenen Dezember eine Million Euro für verfolgte Christen im Nahen Osten bereitzustellen.
 
Titelbild: (c) BBC / REUTERS
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