Erstes Österreichisches Parlamentarisches Gebetsfrühstück
31. Mai 2017
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36 Politiker aus vier Fraktionen luden zum ersten Nationalen Gebetsfrühstück ins österreichische Parlament

Wien, 31. Mai 2017. Mehr als 200 Gäste aus 27 Ländern fanden sich beim ersten Nationalen Gebetsfrühstück in Österreich am Mittwoch, 31. Mai 2017, im österreichischen Parlament ein. 36 Politiker aus vier verschiedenen Parteien hatten dazu eingeladen. Organisiert wurde es vom ehemaligen ÖVP-Nationalratsabgeordneten Prof. Dr. Josef Höchtl, dem FPÖ-Nationalratsabgeordneten Dr. Andreas F. Karlsböck sowie der ÖVP-Landtagsabgeordneten und Gemeinderätin Dr. Gudrun Kugler und Prof. Dr. Friedrich Schipper von der Universität Wien.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Cellisten Csaba Bornemisza der Wiener Philharmoniker.

Die Organisatoren vertreten die Auffassung, dass Glaube und Religion für den einzelnen Menschen sowie für die Gesellschaft im Ganzen eine wichtige und positive Rolle spielen. Besonders hoben sie die überparteiliche und interkonfessionelle Zusammenarbeit hervor.

Die Tradition zum Gebetsfrühstück entstand vor mehr als 60 Jahren. In den USA nehmen seit Dwight Eisenhower die Präsidenten -Demokraten und Republikaner-teil, zuletzt Trump, Obama, Bush und Clinton. Ähnliche Veranstaltungen fanden kürzlich in den Parlamenten in Berlin, Washington D.C., Brüssel, Kiew und Jerusalem, sowie in vielen anderen Hauptstädten statt.

Seit 1981 gibt es regelmäßige kleinere Treffen von Abgeordneten zum Austausch und Gebet im österreichischen Parlament – seit 2016 sind alle sechs Fraktionen dabei vertreten. „Wir versuchen, uns über die Parteigrenzen hinweg auf persönlicher Ebene zu finden – im Geiste des Glaubens (vertreten sind Katholiken, Protestanten und auch ein Moslem). Dadurch soll auch erreicht werden, im politischen Alltag und bei Nationalratssitzungen respektvoller miteinander umzugehen,“ der Gründer dieser Gruppe, Dr. Josef Höchtl.

„Trennung von Kirche und Staat bedeutet nicht, dass das Christentum bzw. die Religionen keine politische Relevanz hätten. Im Gegenteil: Christliche Werte wie beispielsweise Solidarität oder das christliche Menschenbild als Grundlage für ethische Entscheidungen sind eine Bereicherung für Politik und Gesellschaft,“ sagte die ÖVP-Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin Dr. Gudrun Kugler, „Glaube und Religion sind auch in Zeiten einer zunehmenden Säkularisierung für die Gesellschaft etwas Positives, bedenkt man zum Beispiel das ehrenamtliche Engagement, die sinnstiftende Funktion und den Zusammenhalt, den Religion bieten kann.“

ÖVP-Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka, Mitglied im Parlamentarischen Einladungskomitee, unterstrich anlässlich der Veranstaltung die Wichtigkeit von Religionsfreiheit. Gerade die jüngsten Anschläge gegen Christen würden zeigen, „dass wir weiterhin entschlossen gegen Christenverfolgung und Menschenrechtsverletzungen sowie für Religionsfreiheit eintreten müssen“.

Prominente Teilnehmer dabei waren: Bundesminister Andrä Rupprechter, Präsidentin des Österr. Bundesrats Sonja Ledl-Rossmann, 3. Nationalratspräsident Nobert Hofer, Klubobmann Reinhold Lopatka, SP-Wien-Demokratiesprecher Peko Baxant, die stellvertr. Klubobfrau des Team Stronach Waltraud Dietrich, MdEP Dr Barbara Kappel, die Vizepräsidentin des österr. Verfassungsgerichtshofs Dr Brigitte Bierlein, der Präsident der österr. Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Anton Zeilinger, der eh. Ministerpräsident und jetziger EU-Mandatar Alojz Peterle, Mitglieder des USA-Repräsentatenhauses Robert Aderholt und Bob McEwen, viele Mitglieder des Nationalrats, des Bundesrates und der Landtage, sowie etliche Botschafter und Abgeordnete aus verschiedenen Ländern. Von den Religionsgemeinschaften waren unter anderen anwesend: die katholischen Weihbischöfe Franz Scharl und Stephan Turnovsky, der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej und der Vorsitzende der kürzlich anerkannten Freikirchen Edwin Jung. Als Wirtschaftsvertreter waren unter anderen Peter Oswald, Karl Habsburg und Prof Karlheinz Essl mit dabei.

Zu unserer OTS-Meldung

Zur Pressemeldung des 3. Nationalratspräsidenten Norbert Hofer

Bericht in „Die Presse“

Artikel auf kath.net

Bericht in der kathPress

Bericht auf der ÖVP-Webseite

Bericht in Die Tagespost

Dafür haben wir gebetet:

Um Frieden in der Welt
Allmächtiger Gott, Krieg und Terror, Streit und Gewalt beuteln unsere Welt. Du siehst das Leiden jedes einzelnen Menschen, der davon betroffen ist. Als Verantwortungsträger wollen wir das Menschenmögliche tun, um Frieden zu stiften. Doch wir stoßen immer wieder an unsere Grenzen. Wir bitten dich um Weisheit und Kraft für diese Aufgabe. Und wir bitten dich, dass du selbst eingreifst, dass du hasserfüllte Herzen durch deine Liebe weich werden lässt und selbst Feinde miteinander versöhnt werden.

Für ein friedliches Miteinander der Religionen
Barmherziger Gott, wir denken an die unzähligen Menschen, die weltweit aufgrund ihres Glaubens ausgegrenzt oder verfolgt werden. Die Glaubens- und Gewissensfreiheit, die wir hier in Österreich genießen, ist ein kostbares Gut, für das wir von Herzen dankbar sind. Bitte tröste und stärke du all jene, die in aller Welt, aber auch in unserer Nähe, unter Intoleranz oder Verfolgung leiden. Wir bitten Dich um ein friedliches Miteinander aller Religionen und Weltanschauungen!

Für die materiellen und geistigen Armen
Gnädiger Gott, du stehst auf der Seite der Armen. Immer noch leben viel Menschen in Österreich in materieller Not. Wir beobachten aber auch, wie eine andere Armut um sich greift: alte Menschen sterben einsam und allein, Depressionen treffen Menschen aller Gesellschafts- und Altersschichten, Stress in Beruf und Familie verdirbt vielen die Lebensfreude. Hilf uns Politikern, den gesellschaftlichen Rahmen gerecht und gut zu gestalten. Und hilf uns allen, uns darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist: „Du hast uns für dich selbst gemacht, und unser Herz ist rastlos, bis es in dir zur Ruhe kommt.“

Für die Familien und Kinder
Himmlischer Vater, viele von uns hatten das Glück, in liebevollen, starken Familien aufzuwachsen, haben dort Geborgenheit und Sicherheit erlebt. Dafür sind wir von Herzen dankbar! Stärke Du, guter Vater, die Familien in Österreich, den Grundbaustein unserer Gesellschaft. Gib uns Politikern die richtigen Ideen, um Familien und Kinder zu unterstützen, damit alle Kinder willkommen geheißen und unter bestmöglichen Bedingungen aufwachsen können.

Für die Zukunft, für Österreich und Europa
Gott über alle Nationen, du „sendest deinen Geist aus und erneuerst das Antlitz der Erde.“ Im Vertrauen, dass du gute Pläne für dieses Land hast, wollen wir für die Zukunft bitten. Wir bitten dich für die nächste Generation, die für Österreich und seine Bürger Sorge tragen wird: stärke uns, schenke uns eine Vision für dieses Land und hilf uns, die Zukunft Österreichs und Europas zum Guten gestalten zu können.

Für Politiker und Verantwortungsträger
Allmächtiger Gott, in diesem Haus hat auch die Selige Hildegard Burjan gewirkt. Es ist nicht immer leicht, als Politiker und Verantwortungsträger den Blick auf Dich und auf den einzelnen Menschen zu bewahren. Großer Gott, steh du uns bei und leite du uns in deiner Weisheit! Du siehst, was unsere Herzen bewegt – bitte segne uns!

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8 comments

  1. Gratuliere Gudrun zu dieser wertvollen Initiative. Alles Gute und Gottes Segen weiterhin. Josef Gundacker

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  2. Sabine Schüchner

    Das ist wohl das Beste und Wichtigste, das Politiker tun können: gemeinsam zu beten. Liebe Frau Kugler, danke für Ihre Initiative, für Ihren Einsatz und Ihr Engagement.

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  3. Klaudia Komarek

    Das sind sehr positive Neuigkeiten – wir stehen im Gebet unterstützend hinter Ihnen! Gottes reichen Segen aus Tirol! Klauida Komarek

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  4. Dr. Hans-Jürgen Cihak

    Gebet ist für mich lebenslang ein unverzichtbares Bedürfnis. Auch die Fürbitte, die uns Jesus aufgetragen hat. Ich fand es aber immer etwas „schwierig“ für unsere Regierung zu beten. Sie haben ein großartiges Zeichen gesetzt und ich schließe mich Ihnen gerne an

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  5. Gratuliere!!!!!
    Jetzt kann es aufwärts gehen.
    Ich habe mir schon lange gedacht, wann kommt in der Politik mal Gott ins Spiel?

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  6. Wunderbar!!!
    Liebe Gudrun ! Schön von Dir zu hören! Bettina v.Trott zu Solz
    Komme ab Montag mit der Malteser Turinergrabtuchaustellung nach Wien!!

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  7. Sehr geehrte Frau Gudrun!
    Auf Ihre erste Zusendung über Aktuelles aus Ihrer Arbeit habe ich schon gewartet .,Mit herzlichem Dank übersende ich Ihnen einen ersten Kommentar. Ein tiefsitzender Vorbehalt gegenüber politischen Sonntagsreden erfüllt mich immer wieder. Darum war ich bei der Lektüre über das von Dr. Höchtl erarbeitete und präsentierte „Gebetsfrühstück“ sehr aufmerksam Ich gratuliere Ihnen allen, dass Sie einander als persönlich glaubende Menschen gelten lassen können Es ist eine große Herausforderung als Glieder der katholischen (Welt-) Kirche auf der Ebene des kleinsten gemeinsamen Nenners die katholische Identität nicht zu verleugnen. Ich freue mich, dass Sie die Sel. Dr Hildegard Burian als Kollegin im Wiener Gemeinderat erwähnen (und wahrscheinlich als Fürbitterin öfters anrufen ). Die Fürbittgebete für die diversen Anliegen konnte ich im meinem Herzen mit vollziehen. Darf ich annehmen, dass diese Gebete ihre persönliche Handschrift verraten?
    Schön, dass Sie beim Thema Lebensrecht ihre Mutterschaft so dankbar und selbstsicher zur Schau tragen. Ist die Person hinter Ihnen, die mit Ihnen die Hand auf die mütterliche Rundung Ihres Körpers legt, Ihr sg. Gatte?
    Segenswünsche an die ganze Familie und an das Ehepaar Kupfer von Ihrem/Eurem P. Robert.

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  8. Birklbauer Gottfried

    Das ist eine große Ermutigung und eine Gebetserhörung, dass im Parlament gebetet wird.
    Sehr geehrte Fr. Kugler Gottes reichen Segen für ihr Engagement.

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