EU Bevölkerungszahlen 2017: erstmals mehr Sterbefälle als Geburten
5. September 2018
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Im Juli veröffentlichte das statistische Amt der EU, Eurostat, die ersten Bevölkerungsschätzungen zum 1. Jänner 2018 (siehe Eurostat Presseaussendung).

Erstmals verzeichnete die EU im vergangenen Jahr mehr Sterbefälle als Geburten: Im Jahr 2017 kamen auf 5,3 Millionen Sterbefälle nur 5,1 Millionen Geburten – das sind fast 90.000 Geburten weniger als im Vorjahr. Der Fazit des Berichts: „Die natürliche Veränderung der EU-Bevölkerung war negativ.“ Dass wir trotzdem einen Bevölkerungszuwachs von 1,1 Millionen Einwohner in der EU haben, ist allein der Zuwanderung zu verdanken. Zum 1. Jänner 2018 ist die EU-Bevölkerung auf knapp 513 Millionen gestiegen.

Österreich verzeichnete im Jahr 2017 ein – wenn auch geringes – Plus. Die Geburtenrate liegt jedoch unverändert bei 1,5 Kinder pro Frau. Zum Vergleich: In Irland – der EU-Spitzenreiter (gefolgt von Schweden, Vereinigtes Königreich und Frankreich) – liegt die Fertilitätsrate bei 1,9 Kinder pro Frau. Jedoch ist nicht Irland, sondern Malta (mit einem Plus von 32,9 je 1000 Einwohner) das Land mit dem stärksten Bevölkerungszuwachst, gefolgt von Luxemburg und Schweden – was wiederum an der hohen Migration liegt.

Durch besonders niedrige Geburtenziffern fielen die südeuropäischen Länder auf – allen voran Italien (1,3 Kinder / Frau), Griechenland, Portugal und Spanien. Den stärksten Rückgang in der Gesamtbevölkerung gab es in Litauen (mit einem Minus von 13,8 je 1000 Einwohner).

https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/9063743/3-10072018-BP-DE.pdf/95b21d9e-d8ed-47ad-881d-318fe9bdb147

https://www.presseportal.de/pm/121298/3993446

http://www.independent.com.mt/articles/2018-07-10/local-news/Malta-experiences-largest-increase-in-population-within-EU-population-in-EU-reaches-nearly-513m-6736193209

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