Gehört der Islam zu Österreich?
29. September 2017
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Die Islam-Plakate der FPÖ sind eine Irreführung: Sie suggerieren, dass die Machtübernahme des Islam immanent ist und Sebastian Kurz dies gut fände. Stattdessen wäre eine sachliche Debatte über das Aufbrechen von Parallelgesellschaften notwendig, so wie Sebastian Kurz sie führt:

  1. Natürlich gehören die in Österreich lebenden Muslime zu Österreich. Historisch ist der Islam in Österreich eine Tatsache (Habsburger-Islamgesetz entstand bereits 1912; mehrere hundert tausend Moslems leben in Österreich; der Islam ist eine von 16 anerkannten Religionsgemeinschaften).
  2. Der Islamismus und der radikale Islam gehören selbstverständlich nicht zu Österreich.
  3. Sebastian Kurz geht entschlossen gegen radikalen Islam bzw. Islamismus vor (Thema islamische Kindergärten; Auswahl von Kandidaten, die dieses Thema professionell aufgreifen können; Schließung der Balkanroute; etc.): denn wir müssen Parallelgesellschaften aufbrechen!
  4. Hinter der abwertenden Sprache ist ein Menschenbild zu erkennen, das kein christliches ist. Aussagen wie „Wir sind die Herren hier“ oder „Menschen, die wir hier nicht brauchen“, die aus den Reihen der Freiheitlichen kommen, sind problematisch:
    • Wer im Menschen das „Ebenbild Gottes“ sieht, und wer die Würde jedes Menschen anerkennt, der spricht nicht so.
    • Die dadurch entstehenden Emotionen treffen alle Einwanderer negativ!
    • Abwertende Sprache sowie angstschürende und gegeneinander ausspielende Plakate tragen zur Radikalisierung bei. Das ist eine „self-fulfilling prophecy“!

Mit Sebastian Kurz fährt Österreich auch in der Islamfrage sehr gut.

 

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