Meine Rede bei Awakening Europe
18. Juni 2019
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Von 13. bis 16. Juni 2019 fand in Wien ein interkonfessionelles Event mit rund 12.000 teils jungen Christen aus Österreich und 45 anderen Ländern statt. 

*** Meine Rede im Wortlaut ***

Good morning Awakening Europe! Österreich braucht Awakening! Danke, dass Ihr hier seid!

Es ist nicht das erste Mal, das hier an diesem Ort, in der Stadthalle, gebetet wurde: Geleitet vom einfachen Franziskanermönch Petrus Pavlicek haben in den Nachkriegsjahren eine halbe Million Österreicher für die Freiheit Österreichs von den Besatzungsmächten gebetet.

80.000 Menschen zogen mit Bundeskanzler Julius Raab und Außenminister Leopold Figl an der Spitze betend durch die Wiener Innenstadt. Deutschland ist geteilt worden. Österreich nicht – aufgrund des Staatsvertrags von 1955.

BundeskanzlerJulius Raab sagte zum Staatsvertrag: “Wenn nicht so viel gebetet worden wäre, so hätten wir es wohl nicht geschafft.“ Die Macht des Glaubens hat dem österreichischen Volk die moralische Stärke gegeben, in härtester Zeit durchzuhalten, …unser Gebet war unsere Waffe und unsere Stärke.“

Bis zu 15.000 Menschen kamen 50 Jahre lang jährlich in Stadthalle, genau hier! um Gott zu danken!

Jede Zeit hat ihre Eigenheiten und ihre Blindheiten. Die Geschwister Hans und Sophie Scholl haben sich 23 und 21 jährig für ihren Widerstand gegen die Nazis in München 1943 köpfen lassen. Josef Müller, ein überlebender Freund, sagte als alter Mann zu mir: Eure Generation sollte sich jeden Morgen nach dem Aufwachen niederknien, die Hände ausbreiten – und Gott danken, dass ihr in Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit leben dürft!

Unsere Zeit hat aber auch Blindheiten. Blindheiten gegen die Awakening helfen kann!

  • Die Menschen sehnen sich nach Hoffnung und Sinn! Aber wir haben unsere Hoffnung und Ausrichtung auf Gott gegen Haben oder Macht oder Spaß getauscht. Wir haben die Hoffnung, für die wir stehen, begraben. Die Christen in Europa sind schwach geworden! Europe, wake up!
  • Eine Charaktereigenschaft Europas war die Suche nach dem Schönen, Wahren und Guten. Wir haben sie eingestellt.
  • Für billige Unterhaltung haben wir unsere Tiefen auf Eis gelegt und dabei die Resonanz des Lebens verloren! Hinter unseren Handy-Schirmen sind wir … allein!
  • Für eine die absolute Unabhängigkeit und Selbstbestimmung haben wir die Liebe geopfert und sind einsam geworden! Die Menschen sehnen sich nach Orientierung! Aus Ehe und Familie haben wir etwas Beliebiges gemacht.
  • Menschen teilen wir in lebenswert oder lebensunwert, in erwünscht oder unerwünscht ein.
  • Die weltweite einzigartig hohe Verfolgung von Christen sprechen wir nicht einmal an.
  • Wer für christliche Werte eintritt, wird oft mundtot gemacht und abgewertet.

Europe, wake up!  

Jesus sagt über seine Jünger: Salz der Erde! Licht dieser Welt! „Wie du mich gesandt hast in die Welt, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.“

Salz der Erde:

  • Ihr müsst die Blindheiten unserer Zeit entlarven und ihr die Wahrheit und den Weg der Liebe entgegen stellen!
  • Das Salz darf seinen Geschmack nicht verlieren. Unsere Kerze darf nicht flackern! Wir dürfen sie nicht unter einen Scheffel stellen!
  • Das verlangt viel von jedem einzelnen von uns. Am Freitag Abend habt Ihr hier Assignments– Aufträge bekommen. Nehmt sie an! Nur wer sich selber gibt, schafft Zukunft.
  • Jeder von uns muss an dem Ort, an dem Gott ihn eingesetzt hat, sein Möglichstes geben. Dazu gehört, Gesellschaft, Kultur und Politik mitzugestalten. Nur so verändert sich Welt, langsam, aber sicher.
  • Politik spielt dabei eine wichtige Rolle. Politik ist nicht nur für Leute wie mich, die im Parlament abstimmen. Politik ist die gesamte öffentliche Diskussion – und sie braucht Eure Beiträge!

Das Christentum lässt sich nicht auf Geschichte oder Tradition reduzieren. Auch nicht auf Sesselkreise oder auf brav sein oder seine Jause zu teilen.

Vor Ostern ist uns der Brand von Notre Dame sehr zu Herzen gegangen. Notre Dame ist mehr als eine Kirche. Sie ist ein Symbol für die von Christentum geprägte europäische Zivilisation. Dass der Brand von Notre Dame nicht zum Symbol für unsere Zeit wird, das ist unsere gemeinsame Aufgabe!

Dabei müsst Ihr aber mutig sein! Auch ich muss in meinem Beruf mindestens jeden Tag einmal mutig sein:

Einmal hatte ich vor einer bestimmte Sache große Angst. Ich habe ein Wort aus meinem Gurkenglas gezogen: „Sei mutig und stark!“ Drei Tage später kam meine Angst zurück. Ich betete und zog noch ein Zettelchen. Es war Jos 1,9. „Habe ich dir nicht befohlen: Sei mutig und stark? Fürchte dich also nicht und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst.

 

Mit Maria Prean, die seit Jahren in Uganda wirkt und aktuell für über 13.000 Kindern Schulen betreibt

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1 comment

  1. Super geredet. Danke vielmals

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