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Sherifa: Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung in Österreich
15. August 2019
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Im Juni habe ich Sherifa kennengelernt. Sie wurde mit gefälschten Papieren als vermeintlich adoptierte Tochter in einem Diplomatenhaushalt in Wien als Haushaltsklavin gehalten. Dabei wurde sie so geschlagen, dass ihr Körper von Narben übersät ist. Sie bekam nur die Reste der Kinder zu essen. Sie durfte nie aus dem Haus gehen, mit niemanden sprechen, bekam nichts bezahlt. Eines Tages war ein Gast zu Besuch, der verstand, was los war… und ihr zur Flucht verhalf.
Die Opferschutzorganisation #LEFÖ nahm Sherifa auf und baute sie langsam auf zu der starken jungen Frau, die sie heute ist. Bei der #UNO in Genf habe ich sie kennengelernt, dort hat sie ihre Geschichte erzählt. Sie kann noch immer nicht darüber reden, ohne in Tränen auszubrechen.
Was hinter manchen geschlossenen Fenstern in Wien, Österreich und in ganz Westeuropa manchmal geschieht, ist unvorstellbar.

Menschenhandel ist eine moderne Form der Sklaverei und die schlimmste Form der Instrumentalisierung von Menschen. Wir dürfen selbst bei Diplomaten keine Immunität bei solchen Vergehen zulassen. Wir müssen auch die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen beenden, denn diese ist der Hauptgrund für Menschenhandel. Es braucht Prävention durch Armutsbekämpfung und Bewusstseinsbildung in den Herkunftsländern. Wir müssen in Österreich alles tun, um Opfer zu finden und sie zu befreien.

Dafür hat sich auch das Parlament auf meine Initiative hin im April ausgesprochen.

Im April habe ich zum Thema Menschenhandel eine Rede im Parlament gehalten. Hier zum Nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=fcAPnGLgxes&t=41s

Auf meine Initiative wurde dieser Antrag gegen Menschenhandel im April durch’s Parlament gebracht: https://www.parlament.gv.at/…/A/A_00605/imfname_735044.pdf

#stophumantrafficking, #stopmodernslavery, #stopsexualexploitation

Titelbild und unten: Statistiken aus dem Tätigkeitsbericht von LEFÖ 2018, von der NGO in Österreich betreute Opfer im Jahr 2018.

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