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Studie: Jedes vierte Schulkind von psychischen Auffälligkeiten betroffen
9. Dezember 2019
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Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen betreibt eine Petition „Für eine bessere Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Österreich“. „Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit“, so die Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen, a.o. Univ.-Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger. Sie fordern u.a. ausreichend Behandlungsplätze für psychisch erkrankte Menschen und einen Masterplan: Psychisch gesundes Österreich“ aller PSY-Berufe (PsychologInnen, PsychiaterInnen, PsychotherapeutInnen).

Die deutsche Krankenkasse DAK veröffentlichte kürzlich eine Studie über psychische Auffälligkeiten bei Kindern. Jedes vierte Schulkind ist betroffen. Bei je 2% der Schulkinder wurden demnach sogar eine Depression oder eine Angststörung festgestellt. Es sei alarmierend, so die DAK, es brauche dringend mehr Therapeuten, mehr ambulante Behandlungsmöglichkeiten, denn es gibt nicht genug davon. Denn die Zahlen sind in den vergangenen Jahren explosionsartig angestiegen. Schon vor Jahren berichteten Krankenkassen in ihren Jahresberichten von den dramatischen Anstiegen von psychischen Störungen, Angstzuständen, Depressionen und auch von suizidgefährdeten Kindern. Manche Patienten sind erst 4 Jahre alt.

Was muss eigentlich passiert sein, wenn Kindergartenkinder schon psychisch behandlungsbedürftig sind? Was hat sich in den letzten Jahren verändert, dass es zu so einem dramatischen Anstieg kommt? Haben wir genug Zeit und Muße für unsere Kinder? Verlieren sie sich und wir uns hinter Handy-Bildschirmen? Hat die immer früher einsetzende und auch immer länger andauernde Fremdbetreuung von Kindern mit psychischen Instabilität zu tun?

Bekommen die Kinder ausreichend Sicherheit, Verlässlichkeit, Verständnis, Unbeschwertheit, Liebe, Zuneigung und sind vor Stress und Druck geschützt?

Ich fordere ausreichende Versorgung für alle Betroffenen sowie eine ergebnisoffene Ursachenforschung über den Anstieg der psychischen Erkrankungen insbesondere bei Kindern. Auch wenn die Gefahr besteht, dass wir die Ergebnisse nicht hören wollen.

Weiterlesen:

https://www.welt.de/vermischtes/article203700680/Psychische-Auffaelligkeiten-bei-jedem-vierten-Schulkind.html?wtmc=socialmedia.facebook.shared.web

Kassenstudie: Ein Viertel aller Schüler ist psychisch auffällig – im Schnitt zwei Kinder pro Klasse leiden unter Depressionen

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