Weihnachtsansprache von Konrad Adenauer
22. Dezember 2018
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Folgende Worte aus Konrad Adenauers Weihnachtsansprache aus dem Jahre 1958 erstaunen und bewegen mich sehr. Damals wie heute hat seine Aufforderung Gültigkeit: „Ich glaube, wir alle denken zu wenig daran, daß zuerst Gott die Ehre gebührt; wir alle, gleich wo wir stehen, gleich was wir tun, müssen Ihm zuerst die Ehre geben, damit uns allen Friede werde.“

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Aus der Weihnachtsansprache des deutsches Kanzlers Konrad Adenauer vom 25.12.1958:

„Ein langes und tiefes Dunkel hatte einst Jahrtausende über der Menschheit gelegen, ein langes und tiefes Dunkel, das nur spärlich und zeitweise durch Strahlen göttlicher Gnade erhellt wurde. Und trotzdem hat die Menschheit niemals die Hoffnung aufgegeben, daß einst eine geistige, eine von der Gottheit kommende Kraft ihr geschenkt werde, die das Dunkel zerstreuen, die ihr helfen würde.

Es kam Bethlehem. Es wurde das Kind, das die Menschheit erlösen sollte, im Stalle geboren und von Maria, seiner Mutter, in eine Krippe gelegt; der Glanz der Engel führte die Hirten zum Stalle, sie unterwarfen sich dem Heiland und beteten ihn an. Der Stern leitete die Weisen aus dem Morgenlande zur Krippe und zum Kinde, daß sie ihm opferten. Welches Wunder! Wie tief war dieser Eingriff in die Menschheitsgeschichte, wie führte dies wunderbare Ereignis die Menschheit zu einer höheren Stufe der Entwicklung!

Ein rätselhaftes Wesen ist der Mensch. Wie oft handelt er gegen seine eigene, bessere Erkenntnis, mißachtet er die Wahrheit und das Gute und frevelt gegen Gott.
„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen, die guten Willens sind!“ Nicht ohne Grund ist an die Spitze dieses Weihnachtswortes das Wort gestellt „Ehre sei Gott in der Höhe“; nicht ohne Grund ist der Verheißung des Friedens dies Wort vorangestellt. Der Friede ist uns nur verheißen, er wird uns nur gegeben, wenn wir zuerst Gott die Ehre geben, der innere Friede für jeden einzelnen von uns und der Friede für uns alle.

Ich glaube, wir alle denken zu wenig daran, daß zuerst Gott die Ehre gebührt; wir alle, gleich wo wir stehen, gleich was wir tun, müssen Ihm zuerst die Ehre geben, damit uns allen Friede werde.“

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