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Welche Familienberatungsstellen fördert Wien nicht?
30. März 2016
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Wien fördert mit der ÖGF First Love einige bestimmte Beratungsstellen rund um das Thema Konfliktschwangerschaften. Interessant ist insbesondere, was Wien nicht fördert. Ich stelle zwei Organisationen vor, die von Wien kein Geld bekommen:

1) „Young Mum“
Seit mehr als 10 Jahren begleitet das Team von YoungMum jugendliche Schwangere bis 20 Jahre. Mehr als 1.700 Babys und ihren Müttern konnten wir in dieser Zeit dabei helfen, geborgen und begleitet in ihr gemeinsames Leben zu starten. Obwohl YoungMum österreichweit die einzige Einrichtung dieser Art ist, bekommt YoungMum bis heute keine öffentliche Unterstützung. Die Finanzierung des Projektes gestaltet sich so immer schwieriger. Das Team von YoungMum berät und begleitet während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, sowie im ersten Lebensjahr des Babys durch ein Team aus Fachexpertinnen und Fachexperten. Sie unterstützen kostenlos bei Problemen mit Eltern, Partner, Schule und auch bei diversen Ämtern.

2) „Aktion Leben“
Seit gut 60 Jahren setzt sich der Verein „aktion leben“ nun für den umfassenden Schutz menschlichen Lebens ein – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Der Verein ist ein parteipolitisch unabhängiger, überkonfessioneller, gemeinnütziger, der seine Tätigkeit überwiegend aus Spendenmitteln finanziert. Doch wird dies mit steigender Nachfrage zunehmend schwieriger. Allein 2015 gab es 1908 persönliche Beratungen (davon 396 Erstberatungen – kommen doch viele Frauen/Familien öfter (der Verein begleitet Frauen, wenn gewünscht bis zum 2. Geburtstag des Kindes). Zusätzlich wurden noch 756 Frauen/Familien telefonisch beraten und 174 per Mail.

Beide Organisationen bekommen keine Subventionen von der Stadt. Die Aktion Leben meinte mir gegenüber, dass sie nicht einmal einen Termin bei den zuständigen Stadträtinnen bekommen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Stadt Wien ideologisch motiviert vorgeht. Ich möchte daran erinnern, dass eine Regierung immer die Regierung von allen Bürgerinnen und Bürgern sein muss, nicht nur die der eigenen Gesinnungsgemeinschaft. Wir fordern, dass auch Organisationen und Projekte wie YoungMum oder Aktion Leben in die Wiener Förderungsstrukturen aufgenommen werden und in Zukunft gut mit der Stadt Wien zusammenarbeiten können.

Link zur Pressemeldung: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160330_OTS0207/vp-kugler-fordert-unterstuetzung-fuer-die-vereine-young-mum-und-aktion-leben

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1 comment

  1. Liebe Frau Kugler, ich unterstütze absolut Ihre Kritik und Ihre Forderungen! Die ideologische Verblendung der Stadt Wien ist unerträglich. Gerade die Aktion Leben macht so großartige Aufklärungs-und Informationsarbeit!!! Furchtbar finde ich zB die Plakate in den U-Bahn-Stationen, wo Abtreibungskliniken groß werben (Gynmed etc) – wie komme ich als Fahrgast dazu, mir beim Aussteigen zB bei der u2 am Karlsplatz jedesmal dieses Plakat anschauen zu müssen! Es gibt kein anderes Unternehmen, das mit einem strafrechtlich relevanten „Angebot“ werben darf!
    Bitte kämpfen Sie auch weiterhin gegen Abtreibung auf Krankenschein. Als Bürgerin dieses Landes will ich keinesfalls, dass meine Steuern zur Tötung von ungeborenen Kindern verwendet werden.

    Danke für Ihr Engagement.