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Wir müssen den Menschenhandel bekämpfen!
9. November 2019
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Menschenhandel ist eine moderne Form der Sklaverei und stellt eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte sowie der Menschenwürde dar. Auch Österreich ist als Transit- und Zielland von diesem Verbrechen betroffen. Dabei ist Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung die häufigste Form, jedoch sind auch Fälle der Arbeitsausbeutung, der Ausbeutung in der Bettelei und des Kinderhandels immer häufiger zu verzeichnen. Die meisten Opfer kommen aus östlichen EU-Mitgliedstaaten und europäischen Drittländern, sowie aus Afrika (v.a. Nigeria) und Asien (v.a. China).

Die tatsächliche Zahl der Opfer, die nach oder durch Österreich gehandelt werden, kann aufgrund der hohen Dunkelziffer und der durch diese verursachte schlechte Datenlage nur vage geschätzt werden. Gesichert ist aber, dass es sich bei Menschenhandel um eines der lukrativsten Geschäfte der organisierten Kriminalität handelt. Nach Schätzungen von UNODC wird weltweit jährlich ein Profit in der Größenordnung von mindestens 32 Milliarden US-Dollar erzielt.

Empfehlungen durch GRETA und in diesem Bereich tätige zivilgesellschaftliche Initiativen unterstreichen die Notwendigkeit der Verbesserung der Identifizierung und statistische Erfassung von Opfern des Menschenhandels, des Ausbaus der Unterstützungsangebote, eines adäquaten und umfassenden Schutzes der Opfer, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen und des Ausbaus der internationalen Zusammenarbeit in der Bekämpfung des Menschenhandels und der strategischen Partnerschaften zwischen Behörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Vorschläge zur Bekämpfung von Menschenhandel:

  • Schutzmaßnahmen gegen Menschenhandel in Österreich stärken
  • Bewusstseinsbildung durch Infokampagnen sowie Schulungen zur Identifizierung und zum Umgang mit Opfern für betroffene Berufsgruppen
  • Stärkung des „Joint Operational Office“ (JOO) im Bundeskriminalamt durch Sicherstellung der personellen Ressourcen
  • Weiterführung von Präventivmaßnahmen in Herkunftsländern durch Einbeziehung des Kampfes gegen FGM in die Entwicklungszusammenarbeit (EZA)

Quellen:

[1] https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170509_OTS0157/hochzeitskleid-statt-schuluniform

[2] http://femroadmap.eu/news.html

[3] https://www.welt.de/politik/deutschland/article109544417/Polygamie-in-der-Migranten-Parallelgesellschaft.html

[4] https://derstandard.at/2000066669600/Datingwebsite-faedelt-polygame-Ehen-ein

[5] https://www.news.at/a/zwangsheirat-oesterreich-die-dunkelziffer-290627

[6] Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Abt. IV/5, Minoritenplatz 3, 1010 Wien, 2017, https://www.bmgf.gv.at/cms/home/attachments/3/7/5/CH1591/CMS1466510698480
/tradition_und_gewalt_zwangsheirat.pdf

[7] http://femroadmap.eu/Zwangsheirat_Handlungsleitfaden_IC.pdf

[8] Cf. http://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-8-2017-0379_DE.pdf

[9] https://www.un.org/press/en/2017/sgsm18794.doc.htm

[10] https://derstandard.at/2000073715940/Eigene-Ambulanz-fuer-beschnittene-Frauen-in-Wien

[11] Europäische Institut für Geschlechtergerechtigkeit (EIGE), Studie von 2013

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