Alle fünf Parteien einhellig auf Event gegen Leihmutterschaft
14. November 2023
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Infoabend im Palais Epstein zum Thema Leihmutterschaft gemeinsam mit dem Verein Stoppt-Leihmutterschaft. Besonders bewegend: Abgeordnete aller Parlamentsparteien waren anwesend und stimmten in der Ablehnung der Leihmutterschaft überein.
Der Obmann des Vereins sagte: „Unser Name ist schlecht gewählt. Man kann eine Mutter nicht herleihen! Besser wäre der Begriff: Reproduktionsprostitution.“ Die Feministin Nadia Tarolli sagte: „Der Körper der Frau wird mit der Leihmutterschaft zur Ware,“ und die Autorin Eva Maria Bachinger ergänzte: „Die Bedürfnisse des Kindes sind in den Vordergrund zu stellen vor dem Wunsch der Erwachsenen ein Kind zu haben. Denn der Mensch hat Würde, nicht einen Preis.“ Immer wieder trifft man auf die Meinung, dass die kommerzielle Leihmutterschaft verboten, aber die Altruistische erlaubt sein sollte. Bachinger widerspricht: Dass Frauen sich aufopfern wollen, sei ein antiquiertes Frauenbild. Am Beispiel Kreta ist ersichtlich, dass altruistische Leihmutterschaft als Deckmantel für kommerzielle benützt wird.
In der Diskussion wurden wesentliche Fragen gestellt, wie zum Beispiel wie es Müttern und Kindern geht, wenn das vorgeburtliche Bonding ad absurdum geführt wird. Mehrfach wurde das Recht auf Kenntnis der genetischen Abstammung in Art. 7 Kinderrechtekonvention angeführt: Durch Leihmutterschaft, Reproduktionstourismus, anonyme Ei – oder Samenspenden wird dieses Recht verletzt. Deshalb sind Verbote, Kontrollen und die Errichtung eines zentralen Registers über Samen- oder Eizellspenden in Österreich und ganz Europa dringend und unerlässlich. Eine links-feministische Teilnehmerin sagte: „Die Haltung ‚Ich will ein Kind, ich kann mir nehmen, was ich will‘ – ist neoliberal und keine Frauenbefreiung!“

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