Bürgerinitiative gegen Organraub in China eingebracht
19. September 2018
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Gestern wurde dem Nationalratspräsidenten eine Bürgerinitiative gegen Organhandel in China überreicht. 2017 konnte ich zu diesem Thema bereits in meiner Funktion als Wiener Gemeinderätin einen Beschlussantrag erwirken, der den Organhandel verurteilt und die Bundesregierung auffordert in diesem Zusammenhang tätig zu werden (http://gudrunkugler.at/wiener-gemeinderat-gegen-illegalen-organhandel/).

Nun durfte ich Herrn Mag. Wang, den Obmann des österreichischen Falun Dafa Vereins, und Herrn Arthofer, den Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, dabei unterstützen, mittels einer parlamentarischen Bürgerinitiative auf die Problematik des illegalen Organraubs aufmerksam zu machen. Dass Menschen wegen ihrer Organe gezielt getötet werden, ist ein unfassbares Verbrechen gegen die Menschlichkeit, über das viel zu selten berichtet wird.

Illegaler Organhandel wird in besonderem Maße in der Volksrepublik China praktiziert. Während China weiterhin behauptet, die bei Transplantationen verwendeten Organe kämen nur von freiwilligen Spendern, gibt es klare Indizien für illegalen Organraub in China. Beispielsweise sind die Wartezeiten auf Spenderorgane in China unerklärlicherweise äußerst kurz und die Anzahl der gespendeten Organe deutlich über dem internationalen Schnitt. Termine für Transplantationen werden im Voraus vergeben und die Herkunft Tausender Spenderorgane ist unklar. Menschenrechtsorganisationen vermuten, dass das Land mit jährlich zwischen 2.400 und 3.200 Exekutionen weltweit an der Spitze liegt.

Ein Bericht über den Organraub in China, der Ende Juni 2016 bei einer Anhörung im EU-Parlament vorgestellt wurde (Schriftliche Erklärung 48 / 2016), kam zu dem Schluss, dass in den vergangenen 15 Jahren in China möglicherweise 1,5 Millionen Menschen durch Organentnahmen getötet wurden. Zudem gibt es fortlaufend glaubwürdige Berichte über systematische, von staatlichen Stellen genehmigte Organentnahmen an Gefangenen in der Volksrepublik China, die ohne Zustimmung der Betroffenen durchgeführt werden.

Zu den Opfern zählen vor allem Mitglieder von Falun Gong und andere unerwünschte Minderheiten, wie Tibeter und Christen, sowie Todeskandidaten in Gefängnissen.

Beitragsbild: (c) Parlamentsdirektion

Weiterführende Links:

Pressemeldung des Falun Dafa Informationszentrums

OTS Wiener Gemeinderatsbeschluss vom 7.4.2017

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 12. Dezember 2013 zu Organentnahmen in China (2013/2981 (RSP))

U.S. Resolution H.Res.281 — 113th Congress (2013-2014) on organ harvesting in China

(c) Parlamentsdirektion, von links: Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler (V), Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (V), Initiatoren der Petition

(c) Parlamentsdirektion, von links: Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler (V), Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (V), Initiatoren der Petition

 

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