Verschwörungstheorien der Abtreibungslobby EPF gegen mich – Klarstellung & Anwaltsschreiben
27. April 2018
0

 

*** Mein anwaltliches Schreiben auf Deutsch: Anwaltsschreiben D41-18-ml EPF_deutsch

und auf Englisch: Anwaltsschreiben D41-18-ml EPF_englisch ***

 

Ein Verein, finanziert unter anderem von der Abtreibungslobby, mit Sitz in Brüssel, verbreitet Verschwörungstheorien, in denen er mich als „vatikanische Agentin“, finanziert von „russischen Oligarchen“ (man beachte den Widerspruch!) und „mexikanischen Milliardären“ (die würde ich allerdings gerne kennenlernen) bezeichnet.

Neil Datta, der Autor des „Berichts“ schreibt: „We define “religious extremist” as one who would seek to deprive or limit others of legal, constitutional and or other fundamental human rights in matters of sexuality and reproduction (for example the right to marry, divorce, found a family of their choosing, use contraception, access abortion or IVF services) based on their personal, religious convictions.“ Damit wird jeder, der sich für den Schutz des Lebens oder den Schutz der Ehe einsetzt, zum „religiösen Extremisten“. Gleichzeitig verwendet er unbegründet und undefiniert Begriffe wie „militant“, „radikal“, etc., womit auf unredliche Weise die legitime Arbeit eines demokratischen Beitrages viele engagierter Menschen diskreditiert. 

Zum „Bericht“ nimmt das lose Netzwerk „Agenda Europe“ hier Stellung: http://agendaeurope.org (in English)

In der „Agenda Europe“ übe ich keinerlei Funktion aus.

Ich weise diese Vorwürfe und Absurditäten, in deren Nähe mich dieser Verein rücken möchte, entschieden zurück. Ich habe meinen Anwalt beauftragt, rechtliche Schritte einzuleiten.

  1. Der „Bericht“ wurde von einer Teilorganisation der größten Abtreibungslobby der Welt verfasst: Das EPF gehört zum internationalen Netzwerk von Planned Parenthood und wird von ihnen finanziert. Für PP ist die Abtreibung ein Milliardengeschäft.
  2. Ich sehe in diesen Machenschaften einen groben Fall von Intoleranz gegenüber Christen:
    • Man nennt jene, die sich für den Schutz von ungeborenen Kindern einsetzen „religious extremists“. Dieser Begriff beschreibt aber in Wirklichkeit Menschen, die Gewalt im Namen von Religion anwenden, was mit „Lebensschützern“ in Europa gar nichts zu tun hat.
    • Man spricht denen, die die gängige Abtreibungspraxis kritisch sehen, das Recht auf politisches Engagement und europaweite Zusammenarbeit ab und rückt sie in ein kriminelles Licht. So als ob diese Menschen Bürger zweiter Klasse wären und diskriminiert werden dürften. Das ist religiöse Intoleranz!
  3. Vieles in diesem Bericht ist auch sachlich falsch. Die beschriebene internationale Zusammenarbeit ist nicht geheim – die verwendeten Informationen wurden aber nachweislich durch einen Hackerangriff beschafft.
  4. Man kann ja in politischen Dingen anderer Meinung sein. Aber den politischen Gegner zu diskreditieren anstatt mit Argumenten aufzuwarten, ist foul play. Diese Vorgangsweise erinnert an die Art und Weise, wie Dissidenten behandelt werden.
  5. Von den vielen Fehlern in diesem „Bericht“ sei ein grundsätzlicher herausgegriffen: Das fälschlicherweise als „Manifest“ portraitierte ca. 120-seitige Papier „Restoring the Natural Order“ ist kein solches: Es ist dem Netzwerk nicht als Manifest zuzuordnen. Damit sind die verschiedenen Forderungen nicht automatisch Forderungen der Teilnehmer. Ein weiterer grundsätzlicher Fehler des „Berichts“: Der sogenannte „Agenda Europe Blog“ und -Twitteraccount wurde von einer Privatperson betrieben, die man lange Zeit vergeblich zu bewegen versucht hat, den Namen aufgrund der Missverständlichkeit der Verantwortung zu ändern. Auch hierfür über das lose Netzwerk keine Verantwortung.
  6. In den letzten Jahren konnte ich zahlreiche Projekte voranbringen. In vielen Anliegen konnte ich auch parteiübergreifend einen Konsens erwirken, wie z.B. bessere Maßnahmen gegen Menschenhandel in Wien, gezieltere Unterstützung von Menschen mit Down Syndrom, stärkerer Schutz der Kopten, Verurteilung der Verbrechen des sog. IS als Völkermord durch den Nationalrat und den Wiener Gemeinderat oder Verurteilung des illegalen Organhandels in China. Zudem habe ich vier Kinder, habe zwei erfolgreiche Firmen und zahlreiche funktionierende Vereine gegründet und spannende Programme für Jugendliche aufgebaut. Könnte jener Verein nicht Intelligenteres beitragen zur Debatte?

Bezeichnend finde ich den Kommentar eines Users aus Malta, Robin Vella: “I count myself as a liberal and am pro choice when it comes to abortion, but to describe these people as extremists says more about the prejudices of who wrote this article than the reality. These people are simply exercising their rights to promote their views. Or are people only supposed the promote the right or fashionable views?”

Tags:
European Parliamentary Forum on Population and Development
Neil Datta
Agenda Europe

 

Diesen Beitrag teilen:
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on Twitter

Schreibe einen Kommentar

*