Nationalratsitzung
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Parlament in Rot: Schicksal der verfolgten Christen nicht vergessen
18. November 2020
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Beitragsbild (c) Parlamentsdirektion – Zinner:
Von links: Nationalratsabgeordnete Norbert Sieber (V), Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler (V), Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (V), Nationalratsabgeordnete Susanne Fürst (F), Präsident Kirche in Not Thomas Heine-Geldern, Nationalratsabgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic (G), Nationalratsabgeordneter Helmut Brandstätter (N)

Am 18. November fand der „Red Wednesday“ auch in Österreich statt: Damit soll auf das Schicksal von Millionen verfolgten, unterdrückten und bedrohten Christen weltweit aufmerksam gemacht werden. In vielen Ländern weltweit werden rund um diesen Tag hunderte berühmte Kathedralen, Kirchen, Monumente und öffentliche Gebäude blutrot angestrahlt.

In diesem Jahr macht Österreich europaweit den Auftakt – und das österreichische Parlament in der Hofburg ist mit dabei! Das freut mich wirklich sehr!
Wolfgang Sobotka, Präsident des Nationalrats, sagt dazu: „Mit der Beleuchtung der Hofburg möchte ich als Präsident des Österreichischen Nationalrats ein Zeichen setzen und zur Bewusstseinsbildung im Kampf gegen Christenverfolgung beitragen. Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens zu Opfern von Gewalt und Unterdrückung werden!“

Zwei hochaktuelle Berichte belegen wachsende Einschränkungen der Religionsfreiheit, insbesondere, aber nicht nur gegenüber Christen. Nachzulesen im Bericht des Pew Reserach Centers sowie der Bericht des deutschen Bundesbeauftragten für Religionsfreiheit, Markus Grübel.

Laut Pew Reserach Center hat die weltweite Einschränkung der Religionsfreiheit im Berichtszeitraum (2018) ihren traurigen Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen des Zentrums vor mehr als einem Jahrzehnt erreicht. Die von Regierungen verhängten Restriktionen der Religionsfreiheit zeigen im letzten Jahrzehnt eine besorgniserregende, stetige Zunahme von Beschränkungen beobachten. Dies ist auf eine Reihe von Gründen zurückzuführen, wie die wachsende Zahl von Regierungen, die religiöse Gruppen durch Gewalt unterdrücken, so das Forschungsinstitut. Besorgniserregend ist auch, dass die Anzahl jener Staaten zugenommen hat, die laut dem Ranking des Instituts „hohe“ bzw. „sehr hohe“ Einschränkungen der Religionsfreiheit durch die Regierung vorweisen.

Insgesamt sind in Österreich mehr als 50 Kirchen und Gebäude am Red Wednesday beteiligt. Und das ist gut so. Denn trotz der dramatischen Situation in vielen Ländern sehen die europäischen Eliten weitgehend weg. Um gegen Christenverfolgung einzutreten, müssen wir alle politischen, rechtlichen, diplomatischen, finanziellen, wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten nutzen. Darum ist es wichtig, dass auch das österreichische Parlament zum diesjährigen Red Wednesday am 18. November ein starkes Zeichen gegen die weltweite Christenverfolgung setzt. Ich danke Kirche in Not für diese wichtige Initiative und Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka für die engagierte Unterstützung!

Auf EU-Ebene warten wir immer noch auf den Special Envoy. In einem Brief an die Kommissionspräsidentin forderten kürzlich 48 Abgeordnete zum Europäischen Parlament eine schnelle Neubesetzung des Amts des EU-Religionsfreiheitsbeauftragten.

Die Religionsfreiheit wird von unterschiedlichen Kräften in vielen Gebieten dieser Welt dramatisch eingeschränkt und die Religionsausübung teilweise mit Gefahr für Leib und Leben belegt. In einem Großteil der Länder sind es Christen, die mißhandelt, vertrieben oder sogar ermordet werden. Dabei ist die Religionsfreiheit ein grundlegendes Menschenrecht, mit dem andere Menschenrechte wie die Meinungsfreiheit und die Gewissensfreiheit unteilbar verbunden sind. Die Religionsfreiheit ist eng verknüpft mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, der den täglichen Aufgaben Bedeutung gibt und damit für einen Großteil der Menschen auf der ganzen Welt zentral ist. Die Religionsfreiheit muss in allen Ländern der Welt geschützt sein, dafür setze ich mich seit vielen Jahren ein.

Dazu unsere Presseaussendung:

Kugler/Sobotka: Menschen dürfen nicht aufgrund ihres Glaubens zu Opfern von Gewalt und Unterdrückung werden

Auf Initiative der ÖVP-Menschenrechtssprecherin: Parlament beteiligt sich erstmals am weltweiten Aktionstag #RedWednesday

Wien (OTS) – Zum Gedenken an die weltweite Christenverfolgung wird die Hofburg heute, Mittwoch, blutrot beleuchtet. Damit beteiligt sich das Österreichische Parlament heuer erstmals am sogenannten „Red Wednesday“, einem weltweiten Aktionstag, an dem zahlreiche Länder auf vier Kontinenten – von Brasilien über Kanada bis Australien – viele ihrer Kirchen oder Bauwerke (so etwa das Parlament in London, die weltberühmte Christusstatue in Rio de Janeiro, der Trevibrunnen und das Kolosseum in Rom oder die Burg in Bratislava) in rotes Licht tauchen und damit weltweit ein starkes Zeichen der Unterstützung für hunderte Millionen von Menschen setzen, die in vielen Ländern der Welt wegen ihres christlichen Glaubens unterdrückt und verfolgt werden, erläutert ÖVP-Menschenrechtssprecherin Abg. Dr. Gudrun Kugler.

Den Auftakt zu der bereits 2015 weltweit vom internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ ins Leben gerufene Kampagne bildet heuer Österreich, wo neben dem Parlament mehr als 50 Kirchen, Klöster und Monumente in allen österreichischen Bundesländern rot bestrahlt werden.

Initiiert wurde die Beteiligung des Parlaments von der ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler, die sich über das starke Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Christen freut: „Insgesamt sind in Österreich mehr als 50 Kirchen und Gebäude am ‚Red Wednesday‘ beteiligt. Und das ist gut so. Denn trotz der dramatischen Situation in vielen Ländern sehen die europäischen Eliten weitgehend weg.“ Um gegen Christenverfolgung einzutreten, müsse man alle politischen, rechtlichen, diplomatischen, finanziellen, wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten nutzen, so Kugler. „Darum ist es wichtig, dass auch das österreichische Parlament zum diesjährigen ‚Red Wednesday‘ am 18. November ein starkes Zeichen gegen die weltweite Christenverfolgung setzt. Ich danke ‚Kirche in Not‘ für diese wichtige Initiative und Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka für die engagierte Unterstützung!“

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, der die Initiative durch die Beleuchtung des Parlaments in der Hofburg unterstützt, betont: „Millionen von Christen sind weltweit von Bedrohung, Diskriminierung und Verfolgung betroffen. Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens zu Opfern von Gewalt und Unterdrückung werden. Mit der Beleuchtung der Hofburg möchte ich als Präsident des österreichischen Nationalrats ein Zeichen setzen und zur Bewusstseinsbildung im Kampf gegen Christenverfolgung beitragen.“

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201118_OTS0052/kuglersobotka-menschen-duerfen-nicht-aufgrund-ihres-glaubens-zu-opfern-von-gewalt-und-unterdrueckung-werden

Außerdem mit dabei:

Bundeskanzleramt

Innenministerium

Karlskirche

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5 comments

  1. Das ist ein wunderbares Zeichen für die Menschen in Not, das hiermit gesetzt wurde. Danke dafür! Ich finde es wird viel zu wenig im öffentlichen Raum über die weltweite Verfolgung der Christen informiert und dagegen etwas unternommen.

  2. Auf dem Foto (Parlament in der Hofburg) sehe ich Vetrtreter aller Parteien mit Ausnahme der SPÖ.
    Zufall oder Absicht ?

    1. Gut beobachtet. Zufall. Der Kollege von der SPÖ hatte sich die falsche Uhrzeit notiert. Ich freue mich, dass alle Parteien sofort zugesagt hatten.

  3. Wie steht es damit, wenn Christen aus z.B. moslemischen Ländern z.B. Afghanistan vor Not , Verfolgung und dem sicheren Tod nach Österreich fliehen (als Ex-Moslems)und dann von unseren Behörden wieder in ihr Ursprungsland zurückgeschickt werden.? Ich habe sogar davon gehört, dass solches mit einem christlichen Pastor aus Afghanistan geschehen ist. Ist das nicht Christenverfolgung.?
    „Österreich nimmt keine Flüchtlinge mehr auf und hilft stattdessen in „Morija““ hieß es. Es wurde angeblich ein Konvoi mit Hilfslieferungen in dieses Lager geschickt. Lt. „Megaphon“ ist dieser Konvoi dort nie angekommen?? Stimmt das ?
    Aber ich finde es wunderbar, das unsere Regierung Christen schützen will und wird.!!.

    1. Die Entscheidung über Asyl obliegt den zuständigen Behörden. Wichtig ist, dass diejenigen, die diese Entscheidungen treffen, diese spezifischen Aspekte sehen und verstehen. Dazu haben wir durch die parlamentarische und politische Arbeit schon viel beigetragen.
      Der griechische Flüchtlings-Minister hat sich bei mir persönlich bedankt im Rahmen eines OSZE Zoom Calls für die Lieferung – vieles steht schon, alles wird für den Winter stehen (weil die österr. Zelte winterfest sind), sagte er mir auf meine Frage: Was ist mit der österr. Lieferung.