Treffen mit Afro Rainbow Austria
20. Juli 2018
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Kürzlich besuchte mich Henrie Dennis vom Verein Afro Rainbow Austria im Parlament. Sie berichtete mir von der Angst vor Verfolgung und Folter, mit der Menschen mit LGBT–Hintergrund in manchen afrikanischen Ländern leben müssen. Homosexualität wird in vielen afrikanischen Ländern mit langen bis lebenslangen Gefängnisstrafen belegt, in einigen Fällen droht sogar die Todesstrafe. Darüber hinaus werden LGBT Menschen häufig Opfer von Gewalttaten wie körperlicher Gewalt, Vergewaltigung, Folter und Mord.

Henrie berichtete mir auch, was die Menschen, mit denen sie arbeitet, in Österreich erleben. Dazu gehört beispielsweise der zunehmend unsensible Umgang mancher Referenten in der Beweiswürdigung im Asylverfahren. Auch von Mitarbeitern in Aufnahmezentren fühlen sich manche schlecht behandelt: Vertraulichkeit und Einbeziehen der persönlichen psychologischen Situation sind dort besonders wichtig.

Ein Hauptproblem für die Mitglieder von Afro Rainbow Austria liegt im Rassismus, den sie immer wieder im Kleinen und im Großen erleben. Abfällige Kommentare aufgrund der Hautfarbe gehören zu ihrem Alltag, erzählt Henrie.

Es ist bekannt, dass ich für den Schutz der Ehe und für eine klare Unterscheidung gegenüber homosexuellen Beziehungen (und Differenzierung von der eingetragenen Partnerschaft) eintrete. Gerade deshalb ist es mir wichtig dafür einzutreten, dass Österreich dem Internationalen Folterverbot entsprechend all jenen Menschen Schutz gewährt, denen in ihren Heimatländern Gewalt, Folter und Mord droht. Und dies betrifft auch Angehörige der LGBT-Community. Außerdem fordere ich, dass im Asylwesen allen Schutzsuchenden mit Respekt und Sensibilität begegnet wird.

Als Christen wissen wir zudem, dass die Menschenwürde ein Gut ist, das keine Macht der Welt in Frage stellen darf, weil sie weder vom Staat noch von der Gesellschaft gewährt wird: Jeder Mensch ist Abbild Gottes – das gibt ihm unendlichen Wert und Würde.

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