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Ein Monat Ukrainekrieg: Erfahrungsberichte geflüchteter Ukrainerinnen
24. März 2022
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Ein Monat Krieg in der Ukraine: Zu diesem traurigen Anlass besuchten uns am 24. März im ÖVP-Parlamentsklub drei geflüchtete Ukrainerinnen und ein mutiger Priester aus der Grenzregion in Polen, der ein dortiges Hilfsprojekt leitet. Was sie uns erzählten, hat alle tief bewegt.
 
Die Unternehmerin Olha aus Kiew kam nur mit einem kleinen Koffer nach Wien: „Es ist ein Krieg um Werte – Freiheit gegen Unfreiheit. Was bei uns passiert, ist eine Gefahr für ganz Europa.“
Die Filmproduzentin Alla erzählte: „Vor einem Monat hatte ich alles – ein Morgenkaffee in meinem Lieblingskaffeehaus, eine erfolgreiche Firma, ein cooles Büro, viele Freunde… und jeden Sonntag habe ich meine Mutter besucht. Heute bin ich eine geflüchtete Mutter, die versucht einen Job zu finden, die Sprache zu lernen und ein neues Leben aufzubauen. Von Österreich fühle ich mich verstanden. Und vor drei Tagen sagte mein Sohn: ‚Mami, ich bin glücklich hier.‘ Ich danke Euch dafür!“
 
Die Musikstudentin Diana-Maria berichtete uns: „Nach den ersten Bombenalarmen bin ich zum Bahnhof gerannt – dort herrschte Massenpanik. Wir mussten uns auf den Boden legen – ich sah mein Leben an mir vorbeiziehen und spürte plötzlich was wesentlich ist im Leben: geliebte Menschen zu umarmen, das Leben zu leben, etwas zu erschaffen. Ich konnte meine Eltern zum Abschied nicht umarmen, in der Menge wurden wir auseinandergerissen. Danach spürte ich eine große Leere in meinem Herzen und einen großen Schmerz um meine Freunde und um die Zerstörung von so viel Schönheit. Der Hass muss endlich enden!“
 
Alle drei betonten, dass sie sich gegen die Verzweiflung wehrten, indem sie sich die Stärke der Ukrainerinnen bewusst machten.
 
Der polnische Priester Andrzej fährt regelmäßig mit Hilfstransporten unter großem Risiko in die Ukraine: „Es ist nur ein Tropfen in einem Ozean. Aber es ist unser Tropfen des Guten, das irgendwann das Böse wegschwemmen kann.“
 
Bischofsvikar Darius Schutzki nahm eine Spende des ÖVP-Parlamentsklubs über 12.000 Euro im Namen des Kardinals entgegen. Außerdem schickt der ÖVP-Klub um 3.000 Euro Babynahrung in die Ukraine.
 
Ein großer Dank an alle Mandatarinnen und Mandatare des ÖVP-Parlamentsklub für die gemeinsame Spende, allen voran meinem Mitorganisator Norbert Sieber und unserem Klubobmann August Wöginger!
 
Fotos: © ÖVP-Klub / Barbara Nidetzky
 

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